Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und wertorientierte Unternehmensführung, deren hohen Stellenwert wir uns bei der Fundamenta Group Deutschland AG bewusst sind.


Die Prinzipien der Corporate Governance werden sowohl bei der Gesellschaft selbst als auch auf Ebene der von uns initiierten und beratenen Investmentvehikel durch die Themenbereiche Compliance, Risikomanagement und Controlling sowie mit Einbindung von internen und externen Prüfungsinstanzen geprägt und realisiert.

Eine wertorientierte Unternehmensführung im Sinne einer „Good“ Governance verstehen wir als Grundgerüst einer nachhaltigen Ausrichtung. Diese hat bei der Fundamenta Group Deutschland AG eine hohe Bedeutung.

Daher haben wir uns entschieden, im Februar 2021 Mitglied des „ICG“, des Instituts für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft zu werden. Seit 2002 versteht sich das Institut als Think-Tank der Immobilienbranche in Themen rund um „Good“ Governance und fördert sowohl Transparenz als auch Professionalität durch die Setzung von Standards, Auditierungen und Zertifizierungen.

Daneben ist das Thema Nachhaltigkeit sowie eine wertorientierte Unternehmensführung in der Immobilienwirtschaft ein fester Bestandteil dessen Philosophie. Hierzu hat das Institut bereits vor einigen Jahren zehn Grundsätze entwickelt, denen wir aus Überzeugung folgen.

1.      Nachhaltige Wertschöpfung
2.      Werteorientierte Unternehmensführung
3.      Vermeidung von Interessenkonflikten
4.      Sachkundige Gremien
5.      Stetige Qualifizierung
6.      Modernes Risikomanagement
7.      Ordnungsgemäße Abschlussprüfung
8.      Transparente Immobilienbewertung
9.      Nachvollziehbares Geschäftsmodell
10.    Faire Kommunikation.


Risiko- und Chancemanagement

Unser Gesamtrisikoprofil (GRP) ergibt sich primär aus dem in der Satzung definierten Gegenstand der Gesellschaft. Im Vordergrund steht hier die Vermittlung von Immobilienverträgen, Verwaltung von gewerblich und nicht gewerblich genutzten Objekten, wirtschaftliche Beratung bei Immobilientransaktionen, Entwicklung und Betreuung von Immobilienprojekten sowie Vermittlung von Finanzanlagen im Sinne des § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 GewO.

Der Geschäftsbereich der Gesellschaft ist im Kern darauf ausgerichtet, inländische und ausländische Investmentvermögen, insbesondere kollektive Investmentvehikel zu verwalten sowie weitere Dienstleistungen oder Nebendienstleistungen für diese zu erbringen. Des Weiteren sollen diese Dienstleistungen auch für Dritte erbracht werden (Real Estate Asset Management für Dritte).

Im Hinblick auf die genannten Tätigkeitsbereiche unterliegt die Gesellschaft zum einen den unmittelbaren und sich aus der treuhänderischen Verwaltung von Investmentvehikeln ergebenden Risiken, zum anderen aber auch Risiken aus der Erbringung von Dienstleistungen und Nebendienstleistungen.

Risikomanagement und Chancenmanagement sind aus unserer Sicht eng verknüpft. Daher haben wir uns eine integrierte Geschäfts- und Risikostrategie gegeben.
Rechtzeitige Verifizierung und Konkretisierung derartig vordefinierter Risiken erlaubt diese zu beherrschen bzw. deren Auswirkung zu begrenzen. Daher basiert sowohl die Entwicklung der Geschäftsstrategie als auch die Ausrichtung sämtlicher Unternehmensaktivitäten der Fundamenta Group Deutschland AG auf den risikoorientierten Gesichtspunkten. In der Praxis bedeutet dies, dass für jedes definierte Unternehmensziel eine klare Risikostrategie festgelegt wird.

An dieser Stelle ist hervorzuheben, dass neben den bestehenden Wachstums- und Gewinnerzielungsabsichten im Interesse der Aktionäre, Kunden- / Anlegerzufriedenheit, Einhaltung rechtlicher Vorschriften etc., auch unser Commitment zur nachhaltigen Unternehmensausrichtung und Wirtschaftens als weiteres und gleichrangiges Unternehmensziel der Fundamenta Group Deutschland AG mitaufgenommen wurde.

Sämtliche Grundlagen des Risikomanagements werden von definierten Zielen abgeleitetet und sind in der Richtlinie „Geschäfts- und Risikostrategie der Fundamenta Group Deutschland AG“ verankert.

Für eine angemessene Steuerung der identifizierten Risiken hält die Gesellschaft intern personelle und IT-Ressourcen vor. In den Bereichen Compliance / Geldwäsche und ESG wurden die entsprechenden Stellen besetzt bzw. Beauftragte bestellt. Bei Bedarf, insbesondere für Spezialthemen, werden externe Berater zugeschaltet.

Prinzipiell wird der klassische Ansatz verfolgt, potenzielle Risiken zunächst zu vermeiden, sodann minimieren, überwälzen oder als ultima ratio bewusst einzugehen. Dementsprechend werden Mitarbeiter angehalten, erkannte Risiken zu melden und Vorschläge für Maßnahmen zu erstellen. Relevante Themen werden eskaliert. Gegebenenfalls wird zur Umsetzung redelegiert. Die ergriffenen Maßnahmen werden beobachtet und bei Bedarf von weiteren Adjustierungen entsprechend umgesetzt.

Die Angemessenheit der vorgenommenen Maßnahmen unterliegt einem andauernden Review Prozess und wird, falls Bedarf besteht, laufend angepasst.


Compliance

Unter Compliance wird die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen verstanden. Dies hat bei der Fundamenta Group Deutschland AG den höchsten Stellenwert.

Wir haben uns dazu klare Vorgaben gegeben, wie dies umzusetzen ist.

Für alle festangestellten und freiberuflichen Mitarbeiter der Gesellschaft sowie alle Unternehmen, für welche die Fundamenta Group Deutschland AG im Sinne des § 25g KWG ein übergeordnetes Unternehmen ist, stellen die Richtlinien sowohl Orientierung bei ihrer täglichen Arbeit als auch Sensibilisierung für ein regelkonformes Verhalten dar.

Im Sinne des ehrbaren Kaufmanns nehmen wir die Verantwortung gegenüber unseren Kunden und insbesondere Investoren wahr und richten unser Verhalten stets auf Basis der gültigen Gesetze aus. Dafür haben wir uns eine „Richtlinie zur Integration der Compliance Regeln in die Organisation der Fundamenta Group Deutschland AG“ gegeben, welche auf dem Gesamtrahmen unserer „Code of Ethics“ aufbaut. Weitere begleitende Vorgaben wie z.B. die „FGD Richtlinie zur Prävention von Geldwäsche“ regeln konkrete Bereiche. Sämtliche Vorgaben werden fortlaufend auf Aktualität geprüft und weiterentwickelt.

Die Richtlinien beruhen im Wesentlichen auf den Anforderungen der Wohlverhaltensregelungen des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. (BVI-WVR), welche durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) seit dem 20. Januar 2010 bei der Auslegung des § 9 InvG als Maßstab akzeptiert wurden. Auch wenn die Fundamenta Group Deutschland AG nicht Mitglied des BVI ist, erachten wir die Wohlverhaltensregeln als Market Practice, die bei uns als Teilnehmer dieses regulierten Marktes ebenso Anwendung finden.

Die Compliance Regelungen umfassen folgende Aspekte:

  • Handeln im Interesse der Anleger und der Integrität des Marktes (insbesondere Transparente und Marktkonforme Preisbildung / Kursmanipulation, Geldwäsche / Terrorismusfinanzierung, Insider Geschäfte und Beschwerdemanagement)
  • Entgegenwirken von Interessenkonflikten (Beeinträchtigung von Transaktionen, Mitarbeitergeschäfte, Vergütungspolicy, Zuwendungen, Beauftragung von eng verbundenen Unternehmen und Personen, Zuteilungsgrundsatz der zum Erwerb empfohlenen Objekte)
  • Ausführung von Geschäften nach klaren Grundsätzen / Best Execution Policy
  • Marktgerechte Abwicklung
  • Gleichbehandlung

Hier verweisen wir auch auf die ausgewählten Richtlinien, welche hier zum Download bereitstehen:


Controlling und Reporting

Rendite und Chancen sind nicht ohne Risiken realisierbar. Risiken können daher nicht komplett ausgeschlossen werden. Sie bedürfen aber eines geeigneten Managements und Monitorings, damit sich die negativen Ausprägungen nicht realisieren. Das Controlling und Reporting runden daher unser Risikomanagementsystem ab.

Dieses Monitoring und Berichtswesen wird kontinuierlich ausgebaut und optimiert damit jederzeit die notwendigen Informationen zur Verfügung stehen und ggf. notwendige und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Die benötigten Informationen aus dem Rechnungswesen und Asset Management werden allen Entscheidungsträgern ständig zur Verfügung gestellt, was auch zur Sicherung einheitlicher Qualität und interner Transparenz beiträgt. Die Zielgruppen sind hier intern Aufsichtsrat, Vorstand, Bereichsleiter, Beauftragte und Mitarbeiter mit Projektverantwortung sowie extern das Investment Committee und der Anlageausschuss sowie AIFM / Service-KVG oder in bestimmten Fällen auch gezielt beauftragte Experten. Sowohl auf Ebene der Fundamenta Group Deutschland AG als auch der verwalteten Vehikel erfolgt das Reporting in Form von turnusmäßigen standarisierten Instrumenten und Berichten. Beispiele sind hier eine jährliche Wirtschaftsplanung, Investment Limits / Anlagegrenzen, KPI- Reporting, Early Warning System, Immobilienbewertung oder Factsheets, Halb- und Jahresberichte mit Eckzahlen über die Performance der betreuten Produkte. Ergänzt wird dies durch ad-hoc Auswertungen und Reporting. Aus derartigen Entscheidungsgrundlagen werden kurzfristige Steuerungsmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt.


Interne und externe Prüfungsinstanzen

Die Einhaltung der geltenden externen Vorschriften und intern gegebenen Vorgaben wird bei uns nicht nur durch interne Mechanismen (z.B. 4-Augenprinzip) gesteuert und geprüft, sondern auch durch externe Prüfungsorgane kontrolliert.

Bei der Fundamenta Group Deutschland AG wird die Rolle des entscheidenden internen Überwachungsorgans vom Aufsichtsrat übernommen.

Ihren Konzernabschluss lässt die Gesellschaft durch einen Wirtschaftsprüfer nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung prüfen.

Die andauernde Überprüfung der rechtlichen Struktur sowie Verwaltung, Risikomanagement, Portfoliomanagement, Bewertung und Berichtswesen von aufgelegten und verwalteten Investmentvehikeln erfolgt im Einklang mit Kapitel II der Richtlinie 2011/62/EU und Kapitel 2 des AIF Gesetzes unter der Regie des Regulators in seiner Rolle als Alternative Investment Fund Manager (AIFM).

Bei der Umsetzung der Anlagestrategie wird ein externes Investment Committee und der Anlageausschuss einbezogen, welcher die Qualität unserer Aktivitäten kontinuierlich überprüft und durch Erteilung der Freigabe für die jeweilige Investitionsempfehlung sicherstellt. Dabei werden beispielweise die Erfüllung der Vorgaben bei Neuinvestments und die Einhaltung bestimmter Kriterien (z.B. ESG) revidiert und genehmigt.

Auch die Konzernabschlüsse der von der Fundamenta Group Deutschland AG initiierten und beratenen Produkte werden von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Übereinstimmung mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen geprüft.

Darüber hinaus ist als eine weitere Kontrollinstanz für die kollektiven Investmentvehikel die Depotbank / Verwahrstelle zu nennen.

In einzelnen spezialisierten Feldern (wie Tax, Legal bzw. der Technischen Due Diligence) bedient sich die Gesellschaft der Unterstützung durch weitere beauftragte Revisionsstellen bzw. Experten wie Anwaltskanzleien, Steuer- oder Energieberater.