Nachhaltiges Investieren und ESG

Nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren ist ein wichtiges Anliegen der Fundamenta Group Deutschland AG. Als junges und wachstumsorientiertes Unternehmen möchten wir dieser Verantwortung gerecht werden und unseren Teil dazu beitragen, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit unter den Marktteilnehmern zu stärken und andere kleine und mittelständige Unternehmen dazu ermutigen, ebenfalls aktiv zu werden.

Die Fundamenta Group Deutschland AG hat sich für eine nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens entschieden mit dem Ziel Nachhaltigkeitskriterien ganzheitlich auf Unternehmens- und Investmentebene zu integrieren. Das bedeutet zunächst ein Neudenken der klassischen unternehmerischen Ziele. Neben Kostenoptimierung und Gewinnmaximierung wird nachhaltiges Wirtschaften als weiteres, gleichrangiges Unternehmensziel definiert. Weiter werden nicht nur rein ökonomische Faktoren, sondern auch sozialethische, umwelt- und ressourcenschonende Kriterien (ESG-Kriterien) in unseren Investmententscheidungen berücksichtigt. Unser Ziel ist es, nachhaltige Cashflows durch eine sozialgerechte Vermietungspolitik bei gleichzeitiger Berücksichtigung von ökologischen Kriterien in der Bewirtschaftung zu generieren. Als Verwalter von älteren Bestandsimmobilien im mittleren Preissegment verfolgen wir den Ansatz die Energiebilanz unserer Gebäude durch gezielte, energetische Sanierungsmaßnahmen zu verbessern und so unser Langzeitziel, die Dekarbonisierung des Portfolios, umzusetzen. Damit wollen wir aktiv unseren Teil zur Eindämmung des Klimawandels beitragen.


Transparenz als Wegweiser

Auch kleine und mittelständische Unternehmen können und müssen einen wertvollen Beitrag zu etwas Großem beitragen. Aus dieser Überzeugung haben wir uns dazu entschieden, im Mai 2020 die Mitgliedschaft zur UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) zu unterzeichnen.


Die Principles for Responsible Investment (PRI) sind eine Finanzinitiative der UN, die mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, Grundsätze für verantwortungsbewusstes Wertpapiermanagement zu entwickeln. Sie spiegeln die zunehmende Bedeutung der Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (englisch: environmental, social and governance = ESG) für Investitionsentscheidungen wider. Der Initiative sind seit ihrem Start in 2006 mehr als 2.500 institutionelle Investoren beigetreten, die insgesamt rund 90 Billionen USD an Anlagevolumen verwalten (Stand 12/2018).

Wir freuen uns Mitglied der UN PRI zu sein und streben einen regen und aktiven Austausch mit anderen „Signatories“ an.


ESG als gleichrangiges Kriterium in der Investitionsentscheidung

Die Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmensausrichtung erfolgt auf Basis unserer Nachhaltigkeitsstrategie, die im Dezember 2019 durch den Vorstand verabschiedet wurde.

Auf Investmentebene wird die nachhaltige Ausrichtung durch die Aufnahme von ESG-Kriterien erreicht, die mit den einzelnen Fachabteilungen entwickelt wurden. Die ESG-Kriterien werden in die Immobilienwertschöpfungskette aufgenommen und gleichrangig zu bereits bestehenden Kriterien in der Investitionsentscheidung berücksichtigt. Der Fokus liegt hier vor allem auf einer Integration in die operativen Prozesse in den Bereichen Einkauf, Due Diligence / Transaktion und Bewirtschaftung.

Durch regelmäßiges Monitoring werden die ESG-Kriterien konsequent weiter entwickelt. Das Reporting sowie die Berichtserstattung ist zum einen durch die Einbindung des Investment Committees in einer Art Revisor Tätigkeit und zum anderen durch die Berichtserstattung des Nachhaltigkeitsbeauftragten gegeben.


Corporate Social Responsibility

Neben der Aufnahme von ESG-Kriterien auf Investmentebene werden weitere Nachhaltigkeitskriterien auf Unternehmensebene berücksichtigt. Unter sozialer Unternehmensverantwortung werden folgende Punkte umgesetzt: Interne Organisation, Soziales Engagement, Unternehmenskultur, Ökologie, Mitarbeiterverantwortung und Compliance.


Durch Selbstverpflichtung Verantwortung übernehmen - Die Agenda 2040 -

Ein weiterer Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie ist die selbstauferlegte Agenda 2040, zu deren Umsetzung wir uns auf freiwilliger Basis verpflichtet haben. Die Agenda enthält kurz-, mittel- und langfristige Ziele über die nächsten 10 Jahre.

Eines der Hauptziele der Agenda ist die vollständige Dekarbonisierung des verwalteten Portfolios. Unter Dekarbonisierung wird der Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien, wie Wärmepumpen, Fernwärme oder Geothermik, verstanden. Das langfristige Ziel ist die Schaffung einer kohlenstofffreien Wirtschaft durch CO2-freie Wärme- und Kälteerzeugung. Die Umsetzung wird durch anfallende und gezielte energetische Sanierungen und Instandhaltungsmaßnahmen angestrebt. Hier werden bereits in der Vorauswahl und Prüfung der potenziellen Investitionsobjekte entsprechende technische Möglichkeiten ausgelotet, sowie eine Kostenindikation des Umstiegs auf eine Wärmepumpe, Fernwärme, die Installation einer Photovoltaik-Anlage oder der Umstieg zu Geothermik eingeholt. Ein weiteres Hauptziel der Agenda ist die Erstellung von Case-Studies. Die Case-Studies sollen einen Überblick über die Entwicklung auf Einzelobjektbasis geben. Im Fokus steht hier die Energiebilanz des Gebäudes, welche über die Zeit durch die Umsetzung von nachhaltigen Maßnahmen energetisch verbessert wird und somit eine nachhaltige Wertsteigerung eintritt. Dieses Ziel wollen wir aus den Ergebnissen der Due Diligence und in der Bewirtschaftung erfolgreich umsetzen.

Ein kurzfristiges Ziel ist die Basis für die Messbarkeit und Berichterstattung der Nachhaltigkeit zu schaffen. Hierzu wird zunächst das Bestandsportfolio analysiert und zusätzliche Stammdaten erhoben. Begleitend wird in den ersten zwei Jahren der Agenda 2040 ein Monitoring entwickelt, sowie Kontrollgremien auf Unternehmensebene installiert. Bis dahin dient unser Jahres- und Halbjahresbericht als Berichtserstattungsorgan.


Ansprechpartner

Haben Sie Interesse an unserer Nachhaltigkeitsstrategie, deren Umsetzung oder möchten sich zu diesem Thema austauschen, melden Sie sich gerne bei uns.

Christine Viehbeck
Nachhaltigkeitsbeauftragte
T:  + 49 89 9982 072 41
M:  + 49 171 5590 912
christine.viehbeck@fundamentagroup.de