Nachhaltiges Investieren und ESG

Nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren ist ein wichtiges Anliegen der Fundamenta Group Deutschland AG. Als junges und wachstumsorientiertes Unternehmen möchten wir dieser Verantwortung gerecht werden und unseren Teil dazu beitragen, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit unter den Marktteilnehmern zu stärken und andere kleine und mittelständische Unternehmen dazu ermutigen, ebenfalls aktiv zu werden.

Die Fundamenta Group Deutschland AG hat sich für eine nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens entschieden mit dem Ziel Nachhaltigkeitskriterien ganzheitlich auf Unternehmens- und Investmentebene zu integrieren. Das bedeutet zunächst ein Neudenken der klassischen unternehmerischen Ziele. Neben Kostenoptimierung und Gewinnmaximierung wird nachhaltiges Wirtschaften als weiteres, gleichrangiges Unternehmensziel definiert. Weiter werden nicht nur rein ökonomische Faktoren, sondern auch sozialethische, umwelt- und ressourcenschonende Kriterien in unseren Investmententscheidungen berücksichtigt. Unser Ziel ist es, nachhaltige Cashflows durch eine sozialgerechte Vermietungspolitik bei gleichzeitiger Berücksichtigung von ökologischen Kriterien in der Bewirtschaftung zu generieren. Als Verwalter von älteren Bestandsimmobilien im mittleren Preissegment verfolgen wir den Ansatz die Energiebilanz unserer Gebäude durch gezielte, energetische Sanierungsmaßnahmen zu verbessern und so unser Langzeitziel, die Dekarbonisierung des Portfolios, umzusetzen. Damit wollen wir aktiv unseren Teil zur Eindämmung des Klimawandels beitragen.


Transparenz als Wegweiser

Auch kleine und mittelständische Unternehmen können und müssen einen wertvollen Beitrag zu etwas Großem beitragen. Aus dieser Überzeugung haben wir uns dazu entschieden, im Mai 2020 die Mitgliedschaft zur UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) zu unterzeichnen.

Die Principles for Responsible Investment (PRI) sind eine Finanzinitiative der UN, die mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, Grundsätze für verantwortungsbewusstes Wertpapiermanagement zu entwickeln. Sie spiegeln die zunehmende Bedeutung der Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (englisch: environmental, social and governance = ESG) für Investitionsentscheidungen wider. Der Initiative sind seit ihrem Start in 2006 mehr als 3.000 institutionelle Investoren beigetreten, die insgesamt rund USD 103 Billionen an Anlagevolumen verwalten (Stand 12/2020).

Wir freuen uns Mitglied der UN PRI zu sein und streben einen regen und aktiven Austausch mit anderen „Signatories“ an.

www.unpri.org


Initiative zur Entwicklung eines Markt Standards

Es gibt bereits eine Vielzahl an Nachhaltigkeitsinstrumenten und Nachhaltigkeitsinitiativen für die Immobilienwirtschaft, meist mit Schwerpunkt auf den Nutzungsarten Gewerbe und Büro. Für den Wohnimmobilienbereich hat sich bisher noch kein Branchenstandard etabliert.

Daher haben wir uns im März 2021 dazu entschieden, dem von Bell Management Consultants initiierten Nachhaltigkeitsstandard ECORE, welcher speziell für die Immobilienbranche konzeptioniert wurde, anzuschließen. Die Initiative hat zusammen mit den vier großen Branchenverbänden BVI, ZIA, German Council of Shopping Places und der GEFMA unter Berücksichtigung der EU-Offenlegungsverordnung ESG-Kriterien entwickelt, welche ganzheitlich auf die Immobilienportfolios angewandt werden können. Die Initiative verfolgt das Ziel, einen Branchenstandard zu entwickeln, welcher auch auf europäischer Ebene ausgebaut werden soll. Auf Basis der entwickelten ESG-Kriterien werden anhand eines Scorings die einzelnen Immobilien bewerten und miteinander verglichen. In den nächsten Jahren wird dies fortlaufend weiterentwickelt und ausgebaut.

Wir freuen uns, an dieser Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit mitzuarbeiten und somit einen wegweisenden Schritt in Richtung grüne Zukunft zu machen und aktiv den Branchenstandard im Wohnimmobilienmarkt mit zu gestalten.

https://www.ecore-scoring.com/


Unterstützung des Pariser Klimaabkommens durch selbstauferlegte Dekarbonisierungsstrategie

Mit unserer selbstauferlegten Dekarbonisierungsstrategie bekennen wir uns zu den Zielen des Pariser Klimaabkommen und möchten diese aktiv unterstützen.

Das Pariser Klimaabkommen wurde 2015 von den Vereinten Nationen unterzeichnet und verfolgt folgende drei Ziele:

  • Die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter 2 Grad zu beschränken,
  • CO2-Emissionen zu minimieren
  • und die Finanzmittelflüsse in Einklang mit den Klimazielen zu bringen.

Die Fundamenta Group Deutschland AG möchte vor allem durch die Sanierung des Gebäudebestandes einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leisten. Als ersten Schritt haben wir uns daher zu einer vollständigen Dekarbonisierung bis 2040 der von uns beratenden Produkte verpflichtet. Hierzu messen wir die CO2-Emissionen auf Objektebene und entwickeln gemeinsam mit unseren externen Partnern einen Dekarbonisierungspfad, mit dem Ziel, das von uns betreute Portfolio entlang des vorgegebenen Klimapfades zu entwickeln um somit langfristig ein CO2-freies Portfolio zu erreichen.


Unser Nachhaltigkeitsverständnis basierend auf der Gleichbehandlung der drei Säulen

Unser Nachhaltigkeitsverständnis basiert auf dem Drei-Säulen-Modell. 

Das Modell besagt, dass die Balance und Stabilität einer nachhaltigen Entwicklung nur durch Gleichbehandlung und Gleichgewichtung der Drei Säulen – Ökologie (Belastbarkeit der Natur), Ökonomie (Volkswirtschaft und Rentabilität) und Sozialethischen Aspekten (Sicherung der Grundbedürfnisse und Verteilungsgleichheit gegenwärtiger und zukünftiger Generationen) gewährleistet werden kann. In der Finanzwelt wird das Modell oftmals mit dem Begriff ESG – Economic, Social und Governance gleichgesetzt. Governance steht neben einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, Corporate Social Responsibility (CSR), gegenüber den eigenen Mitarbeitern, externen Partnern und weiteren Interessensgruppen für die Corporate Governance. 

Darunter sind Aufsichtsstrukturen, Compliance, Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption und zum Management von Interessenskonflikten sowie das Risiko- und Reputationsmanagement zu verstehen. Das entspricht unserem Ansatz, die Nachhaltigkeit ganzheitlich im Unternehmen auszurichten. Mehr Informationen zur Umsetzung der Corporate Governance können folgendem Link entnommen werden:

http://www.fundamentagroup.de/unternehmen/corporate-governance/

Die Umsetzung der nachhaltigen Unternehmensausrichtung erfolgt auf Basis unserer ESG-Strategie, die im Dezember 2019 durch den Vorstand verabschiedet wurde. Alle von uns initiierten und beratende Produkte werden gemäß unserem Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der ESG-Strategie verwaltet. Dazu zählt ein ganzheitlicher aktiver Nachhaltigkeitsansatz, in welchem energetisch nicht effiziente Bestandsgebäude nicht kategorisch vom Erwerb auszuschließen sind, sondern diese gezielt angekauft werden um sie über den Zeitraum der Bestandshaltung unter ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten zu verbessern. Es wird ein individueller Ansatz pro Gebäude verfolgt, in welchem „aktiv Nachhaltigkeit schaffen“ im Vordergrund steht. Weiter beschränkt sich die Nachhaltigkeit nicht auf Ausschlusskriterien im Einkauf oder setzt einen Schwerpunkt auf das E oder das S. Wir sind der Überzeugung, dass auch hier ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden soll, indem ökologische und soziale Kriterien gleichermaßen über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie berücksichtigt werden. Weiter steht die individuelle Betrachtung und Analyse jedes einzelnen Objektes im Vordergrund.

Als Unternehmen richten wir unser Handeln entlang folgender Kernaussagen aus:

Sozial

Gegen Missachtung der Menschenrechte, Umweltschutz und geltende Arbeitsstandards sowie für die Verbesserung von Wohnqualität

Ökologisch

Berücksichtigung von ökologischen Aspekten zur Schonung von Ressourcen und Minimierung fossiler Brennstoffe

Ökonomisch

Wir orientierern uns an den Interessen unserer Mieter und Anleger gleichermaßen

Governance

Unsere eigenen hohen Ansprüche stehen im Einklang mit gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften

Wir folgen dem Ansatz „aktiv Nachhaltigkeit zu schaffen“ und stehen für:

Eine sozialverträgliche Vermietungspolitik, da Wohnen ein Grundbedürfnis ist und unabhängig von Einkommen und Herkunft allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung steht.

Individuelle Betrachtung der Gebäude und Erarbeitung eines individuellen Entwicklungskonzepts auf Basis von ökologischen und sozialen Kriterien über den Zeitraum der Bewirtschaftung.

Fokus auf den Erwerb und die kontinuierliche Verbesserung von Bestandsimmobilien da die Klimaziele ohne eine umfassende Sanierung des Bestands nicht erreicht werden können.

Dekarbonisierung des Portfolios bis 2040 als wesentlicher Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaziele.


ESG als gleichrangiges Kriterium in der Investitionsentscheidung

Die Aufnahme der Nachhaltigkeit auf operativer Investmentebene orientiert sich auf Basis der von uns identifizierten Nachhaltigkeitsrisiken. Hier folgen wir der Empfehlung der BaFin und dem im September 2019 veröffentlichten Merkblatt und integrieren Nachhaltigkeitsrisiken in bereits definierte Risikofelder. Um die Nachhaltigkeitsrisiken zu minimieren haben wir ökologische und soziale Kriterien entwickelt, die analog der Risiken in bereits bestehende Prozesse entlang der von uns betreuten Wertschöpfungskette aufgenommen werden.

Die jeweils für die von uns initiierten und beratenden Produkte verbindlichen ökologischen und sozialen Kriterien sind der jeweiligen Fondsdokumentation zu entnehmen.

Ankaufskriterien

Bei Erwerb eines Neubauportfolios ab einem Ankaufsvolumen von EUR 10 Mio. werden in der Regel Immobilien mit einem hohen energetischen Standard angekauft (z.B. KfW-40, KfW-55 bzw. „Niedrigstenergiegebäude“).

Kein Erwerb von Liegenschaften ohne intakte Infrastruktur bzw. von Objekten, bei denen keine Erschließung in Planung ist (Naherholungsmöglichkeiten, Schulen und ÖPNV).

Berücksichtigung der bestehenden Vermietung bei Erwerb. Ausgeschlossen sind Vermietungen an Spielhallenbetreiber, reine Sportwetten-Anbieter, Shisha Bars mit einfachstem Anspruch, etc. die städtebauliche Störpotentiale „Trading Down Effects“ sowie Lärmbelästigung für wohnwirtschaftliche Nutzung mit sich bringen.

Marktscreening

Nach erfolgreichem Marktscreening wird der Erwerb des Objektes im Transaction Management geprüft. Die Transaktionsempfehlung basiert auf einer sorgfältigen Gebäudeüberprüfung und Kalkulation des Rendite-Risikoprofils im Rahmen eines individuell erstellten Business Plans. Zum Start der Due Diligence Phase erfolgt die Zustimmung des externen Investment Committees / Anlageausschusses. In der Due Diligence Phase wird das Gebäude tiefer analysiert und die technische Beschaffenheit intensiv überprüft.
Das Ziel ist, Verbesserungspotenziale aufzuzeigen und mögliche Maßnahmen zu identifizieren, welche im Rahmen einer 10-jährigen Bestandshaltung sinnvoll sind. Die Analyse der Verbesserungspotenziale zielt vor allem auf eine energieeffizientere Umsetzung des Gebäudes ab. Aus dem TDD-Bericht soll eine klare Handlungsempfehlung hervorgehen, welche Maßnahmen in welchem Umfang nachhaltig sinnvoll erscheinen. Die beschlossenen Maßnahmen werden anschließend im Business Plan budgetiert.

Ökologisch

Ein Erwerb von Objekten mit Heizsystemen, basierend auf fossilen Brennstoffen, ist grundsätzlich möglich, wenn ein Wechsel zu erneuerbaren Energien (wie Wärmepumpen mit / ohne Photovoltaik, Solarthermie, Fernwärme) technisch umsetzbar und ökonomisch sinnvoll ist. Angabe von Umsetzungsmöglichkeiten sowie einer Kostenspanne und zeitlichen Planung unter Beachtung von Effizienzaspekten.

Überprüfung der bestehenden Verglasung in Wohneinheiten und beheizten Treppenhäusern mit dem Ziel eine Zweischeiben Verglasung für beheizte Räume umzusetzen.

Für den Fall, dass sich das Gebäude in einem Radon-Risikogebiet befindet, wird in einem ersten Schritt ein Gutachten mit Messung der Strahlung eingeholt. Als zweiten Schritt werden technische Maßnahmen analysiert und eine entsprechende Kostenschätzung eingeholt. Welche Maßnahmen in welchem Umfang ergriffen werden, wird im Einzelfall entschieden.

Sozial

Fokus auf besondere Schwachstellen und Verbesserungspotenziale, welche aus ökologischer und sozialer Sicht im Rahmen einer 10-jährigen Bestandshaltung sinnvoll sind.

Überprüfung von Altlasten und schädlichen Bodenveränderungen, die Gefahren für die Gesundheit darstellen können (Asbest, Ablagerungen, Bodenkontaminationen, Teerbecken).

Externes Kontrollorgan

Das Investment Committee / Anlageausschuss agiert als externes Kontrollorgan, welches durch Erteilung der Freigabe über den Erwerb eines Objektes entscheidet.
Neben den bisherigen Entscheidungskriterien werden nun die umgesetzten ökologischen und sozialen Kriterien als gleichrangige und gleichgewichtete Entscheidungskriterien in der Investitionsentscheidung berücksichtigt.
Wie alle anderen entscheidungsrelevanten Faktoren werden die Erkenntnisse der TDD, sowie die Gegenüberstellung der Gebäudespezifika mit den ökologischen und sozialen Kriterien, mit aufgenommen.
Gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsbeauftragten fungiert das Investment Committee / Anlageausschuss als eine Art Revisor. Dazu wird einmal jährlich ein Nachhaltigkeitsbericht im Investment Committee / Anlageausschuss diskutiert mit dem Ziel konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. Darüber hinaus ist der AIFM / KVG für das Monitoring der Einhaltung der vereinbarten ökologischen und sozialen Kriterien verantwortlich.

Bewirtschaftung und Verwaltung

Das Asset Management verfolgt das primäre Ziel der Ertragsmaximierung unter gleichzeitiger Berücksichtigung von verantwortungsbewusstem nachhaltigem Wirtschaften.

Ökologisch

Verwendung von ressourcenschonenden Materialien.

Effiziente und ressourcenschonende Planung und Umsetzung der Maßnahmen.

Untersuchung der Möglichkeit einer energetischen Sanierung der Gebäudehülle / Haustechnik auch bezüglich kleinerer Maßnahmen in regelmäßigen Abständen.

Überprüfung und Untersuchung des Bestandsportfolios im Hinblick auf mögliche Maßnahmen, die mittelfristig umgesetzt werden können und zur Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäude führen.

Überprüfung der bestehenden Verträge mit Versorgern und Partnern mit dem Ziel, Mietnebenkosten zu reduzieren und einen Wechsel zu erneuerbaren Energien zu erzielen.

Ausgabe von Nachhaltigkeitsbroschüren bei Einzug z.B. zum richtigen Lüften, der Schimmelvorbeugung, Energieeffizienz und zur Einsparung des Wasserverbrauchs.

Untersuchung und Aufnahme des bestehenden Heizungssystems nach Alter und Baujahr.

Sozial

Grundsätzliches Verständnis der Mieter als Kunden.

Keine Mieterkündigungen für Luxussanierungen.

In der Regel werden die gesetzlichen Vorgaben zur maximalen Mietsteigerung, die je nach Kommune bei 15% oder 20% liegen, unterschritten.

Überprüfung und Verbesserung der Mieterzufriedenheit anhand von Mieterbefragungen.

Das interne Monitoring und Reporting wird zunächst durch den jährlichen Bericht der Nachhaltigkeitsbeauftragten abgedeckt. Der Bericht informiert über den derzeitigen Stand der Umsetzungen der Nachhaltigkeitsstrategie und über umgesetzte Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit innerhalb des letzten Jahres. Dies wird u.a. von den entsprechenden Gremien der Fonds (AIFM, Direktoren, KVG etc.) überprüft.

Das Reporting an die Öffentlichkeit erfolgt anfänglich im Rahmen des Halbjahres- und Jahresberichts auf Produktebene. Das dort aufgenommene Nachhaltigkeits-Kapitel soll ein fortlaufender Bericht über den Status Quo der Umsetzung und über bereits umgesetzte Maßnahmen geben. Mittel- und langfristig wird ein eigenes Nachhaltigkeitsreporting sowie ein Benchmarking zu Wettbewerbern angestrebt. Aktuelle Entwicklungen zu Markt- und Reporting-Standards und Möglichkeiten zum Benchmarking werden beobachtet. Sollte sich ein Standard etablieren, wird analysiert, ob man sich zu diesem verpflichtet. Solange sich weder am Markt noch regulatorisch ein Standard für den Wohnimmobilienbereich durchsetzt, wird vorerst ein internes Nachhaltigkeitsreporting entwickelt. Das interne Reporting basiert auf einem eigens entwickelten Scoring-Modell welches Auskunft über den Nachhaltigkeitsgrad des Gebäudes gibt und die Weiterentwicklung des Gebäudes über den Zeitraum der Bestandshaltung durch die Umsetzung von ökologischen und sozialen Kriterien aufzeigt. Der Vorteil eines internen Reportings ist die Ausrichtung auf unternehmerische Ziele basierend auf den Level-2-Maßnahmen der EU-Offenlegungsverordnung, welche voraussichtlich ab Januar 2022 verpflichtend für alle Finanzmarktteilnehmer in Kraft treten.

Das Reporting an die Öffentlichkeit erfolgt im Rahmen der Mitgliedschaft der UN PRI erstmalig im April 2021.

Die für die jeweiligen Produkte verbindlichen, ökologischen und sozialen Kriterien werden entlang gesetztlicher Anforderungen weiterentwickelt. Stand heute verwaltet die Fundamenta Group Deutschland AG zwei Fonds die jeweils nach Art. 8 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert sind.


Corporate Social Responsibility

Neben der Aufnahme von ökologischen und sozialen Kriterien auf Investmentebene werden weitere Nachhaltigkeitskriterien auf Unternehmensebene berücksichtigt. Interne Organisation, Soziales Engagement, Unternehmenskultur, Ökologie, Mitarbeiterverantwortung und Compliance.

Interne Organisation

  • Laufende Analyse, Optimierung und Anpassung von Prozessen auf das Thema der Nachhaltigkeit
  • Monitoring und Reporting durch die Nachhaltigkeitsbeauftragte
  • Zielsetzung den Frauenanteil auf Management Ebene zu erweitern

Soziales Engagement

  • Sponsoring und Teilnahme am LAUREUS Rad Event
  • Teilnahme am Firmenlauf B2Run
  • Sponsoring von regionalen Vereinen (Sport-Sponsoring in Deutschland)

Unternehmenskultur

  • Persönliches „Fit“ in die Gruppe ebenso wichtig wie Qualifikation
  • Einheitliches Verhalten nach dem „Code of Ethics“
  • Flache Hierarchien

Ökologisch

  • Reduktion des Ressourcenverbrauchs (Papier, Energie)
  • Ökostromanbieter
  • Ausschluss von Firmenwägen
  • Bahn vorrangig zu Flugzeug bei Dienstreisen behandeln
  • Kompensation der CO2 Emission von Dienstreisen

Mitarbeiterverantwortung

  • Durchführung von Gesundheits-Checks
  • Selbstbestimmtes und flexibles Arbeiten / Homeoffice Möglichkeit
  • Individuelle Förderungen des Erwerbs von zusätzlichen Qualifikationen (RICS, CFA, MBA)

Compliance

  • Ausschluss von Mitarbeiterkäufen / Investition in Produkte der Fundamenta Group Deutschland AG
  • E-Learning für Mitarbeiter über wichtige Themen wie Geldwäsche und Compliance

Durch Selbstverpflichtung Verantwortung übernehmen - Agenda 2040

Ein weiterer Baustein der ESG-Strategie ist die selbstauferlegte Agenda 2040, zu deren Umsetzung wir uns auf freiwilliger Basis verpflichtet haben. Die Agenda enthält kurz-, mittel- und langfristige Ziele über die nächsten 10 Jahre.

Eines der Hauptziele der Agenda ist die vollständige Dekarbonisierung des verwalteten Portfolios. Unter Dekarbonisierung wird der Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien, wie Wärmepumpen, Fernwärme, Photovoltaik oder Geothermik, verstanden. Dieses selbstauferlegte Ziel geht Hand in Hand mit den Klimapolitischen Zielen der EU, die eine CO2-freie Wirtschaft in 2045 anstrebt. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt eine CO2-freie Bestandsverwaltung bereits in 2040 zu erreichen. Die Umsetzung wird durch anfallende und gezielte energetische Sanierungen und Instandhaltungsmaßnahmen angestrebt. Hier werden bereits in der Vorauswahl und Prüfung entsprechende technische Möglichkeiten ausgelotet, sowie eine Kostenindikation des Umstiegs auf erneuerbare Energiequellen eingeholt. Ein weiteres Hauptziel der Agenda ist die Erstellung von Case-Studies. Die Case-Studies sollen einen Überblick über die Entwicklung auf Einzelobjektbasis geben. Im Fokus steht hier die Energiebilanz des Gebäudes, welche über die Zeit durch die Umsetzung von nachhaltigen Maßnahmen energetisch verbessert wird und somit eine nachhaltige Wertsteigerung eintritt. Dieses Ziel wollen wir aus den Ergebnissen der Due Diligence und in der Bewirtschaftung erfolgreich umsetzen.

Ein kurzfristiges Ziel ist die Basis für die Messbarkeit und Berichterstattung der Nachhaltigkeit zu schaffen. Hierzu wird zunächst das Bestandsportfolio analysiert und zusätzliche Stammdaten erhoben. Begleitend dazu wird in den ersten zwei Jahren der Agenda 2040 ein Monitoring entwickelt, sowie Kontrollgremien auf Unternehmensebene installiert. Bis dahin dient unser Jahres- und Halbjahresbericht als Berichtserstattungsorgan.


Gesetzliche Anforderungen und Nachhaltigkeitsrisiken

Am 10. März 2021 ist die EU-Offenlegungsverordnung als erste verbindliche Maßnahme eines sukzessiven Maßnahmen-Pakets in Kraft getreten. Die Verordnung betrifft alle Finanzmarktteilnehmer und verfolgt das Ziel die Transformation des Finanzwesens, die Umleitung des Geldflusses hin zu grünen Anlageprodukten zu steuern.

Jeder Finanzmarktteilnehmer ist dazu angehalten offen zu legen wie Nachhaltigkeit in der Anlagestrategie der Produkte berücksichtigt wird. Die von der Fundamenta Group Deutschland AG betreuten Produkte sind als Artikel 8 Fonds der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert und somit Finanzprodukte, die ökologische und soziale Merkmale in ihrer Anlagestrategie berücksichtigen. Die Produkte werden unter Beobachtung der gesetzlichen Neuerungen konsequent weiterentwickelt.

Weiter sind die Finanzmarktteilnehmer im Rahmen der EU-Offenlegungsverordnung dazu verpflichtet, offenzulegen wie Nachhaltigkeitsrisiken in der Investitionsentscheidung Einzug finden. Die Nachhaltigkeitsrisiken im Wohnimmobilienbereich bestehen zum einen aus den Folgen des Klimawandels und zum anderen durch eine Verschärfung der Gesetzeslage und mögliche Sanktionen, die greifen, wenn das Portfolio nicht entlang des von der EU vorgegebenen Klimapfades entwickelt wird.

Die Folgen des Klimawandels begründen sich in zunehmenden Extremwetterereignissen und in den langfristigen Veränderungen der klimatischen und ökologischen Bedingungen. Die Verschärfung der Gesetzeslage kann zu erhöhten Anforderungen an den energetischen Standard der Gebäude führen um eine CO2-freie Wirtschaft zu erreichen. Aus der politischen Zielsetzung können hohe Nachrüstungskosten entstehen um Stranded Assets zu vermeiden.

Die Nachhaltigkeitsrisiken sind in der Geschäfts- und Risikostrategie der Fundamenta Group Deutschland AG verankert und werden durch das interne Risiko Management überwacht. Die in den Produkten umgesetzten ökologischen und sozialen Kriterien sind auf Basis der identifizierten Risiken entwickelt und wirken sich positiv und risikoschmälernd aus. Die Nachhaltigkeitsrisiken auf Produktebene sowie mögliche Auswirkungen auf die Rendite können der jeweiligen Fondsdokumentation entnommen werden.

Ansprechpartner

Haben Sie Interesse an unserer Nachhaltigkeitsstrategie, deren Umsetzung oder möchten sich zu diesem Thema austauschen, melden Sie sich gerne bei uns.

Christine Viehbeck
Nachhaltigkeitsbeauftragte
T:  + 49 89 9982 072 00
info@fundamentagroup.de


Dokumente zum Download